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Noah Bechler - Das duale Studium bei Coop

Employer Branding, HR-Fachstelle, Löhne/Personalversicherung und noch weitere, spannende Bereiche konnte ich während meinem dualen Studium im Personalmanagement bei Coop kennenlernen.

Das duale Studiensystem

Seit dem 1. Oktober 2017 arbeite ich als dualer Student bei Coop mit dem Studienschwerpunkt BWL-Personalmanagement. Es handelt sich hierbei um ein Studienmodell, bei welchem ein Semester in eine Phase von jeweils drei Monaten an der Universität und im Unternehmen aufgeteilt ist. Während dieser Zeit hatte ich das Privileg, in jedem Semester eine neue Abteilung kennenzulernen und somit einen sehr weitläufigen Einblick in die Welt von Coop und des Personalmanagements zu erhalten. 

Die Studienzeit bei Coop

Das erste Semester verbrachte ich im HR Service Center und lernte Rekrutierungsprozesse, allgemeine administrative Aufgaben, wie unter anderem die Erstellung von Arbeitsverträgen und Zeugnissen kennen. 

Das zweite Semester fand in der Abteilung Löhne/Personalversicherung statt. Ich war allerdings im Team der Personalversicherungen, welches schweizweit die Unfälle und Krankheitsfälle der Mitarbeitenden von Coop betreut. Hier wurde ich ins Tagesgeschäft eingebunden, schrieb meine erste Projektarbeit darüber, wie man den Prozess der Bearbeitung von Krankentaggeldkarten verbessern könnte und erledigte mehrere kleine Projekte. 

Im dritten Semester war ich in der HR-Fachstelle, welche sich mit den HR Systemen beschäftigt, die beispielsweise von den HR Sachbearbeitern und Businesspartnern zur täglichen Arbeit verwendet werden. Einen Einblick hinter die Kulissen zu erhalten, wie die Systeme weiterentwickelt und betreut werden, empfand ich als sehr spannend. 

Das vierte Semester verbrachte ich im Category Management in der HC 39 Erfrischungsgetränke/Bier/Spirituosen. Ich denke man kann unschwer erkennen, dass ich hier nichts mit dem Studienschwerpunkt Personalmanagement zu tun hatte. Allerdings wollte ich einen Einblick erhalten, welche Schritte notwendig sind, um ein Produkt in einer Verkaufsstelle zu führen. Hier schrieb ich die zweite Projektarbeit über die Sortimentsoptimierung der Spirituosen in den Verkaufsstellen von Coop und beschäftigte mich ausserdem sehr viel mit der Planung der Aktionen für das Jahr 2020.

Im fünften Semester war ich wieder im Personalmanagement – dem Team der Businesspartner am Hauptsitz angegliedert. Hier beschäftigte ich mich unter anderem mit der Rekrutierung von Bewerbern und konnte selbst einige Stellen besetzen. Ich hatte sehr viel Spass dabei, Bewerbungsgespräche zu führen und gemeinsam mit der Linie den perfekten Kandidaten für eine vakante Stelle zu finden. Gleichzeitig schrieb ich meine Bachelorarbeit über die Analyse und Optimierung des Prozesses und der Instrumente der Ziel-/Leistungsbeurteilung bei Coop. Das war definitiv einer der grössten Meilensteine des Studiums. 

Aktuell befinde ich mich im sechsten Semester, welches ich im Employer Branding absolviere. Wir beschäftigen uns damit, wie Coop sowohl intern gegenüber bestehenden Mitarbeitenden als auch extern gegenüber potenziellen Mitarbeitenden auftritt. Hierfür bewirtschaften wir beispielsweise einen LinkedIn Account, welcher potenzielle Mitarbeitende auf unser Unternehmen aufmerksam machen soll. Derzeit kümmere ich mich intensiv um das Re-Design der Intranetseite des Personalmarketings und des Sozialdienstes von Coop, um unseren Mitarbeitenden einen strukturierten Überblick über unsere Dienstleitungen geben zu können. Ausserdem unterstütze ich drei unserer Business Partner und Partnerinnen in den Regionen Bern und Luzern bei der Selektion von Bewerbern und Bewerberinnen. 

Die Vorzüge eines dualen Studiums

Ich konnte die an der Uni behandelten theoretischen Aspekte nahtlos in der Praxis anwenden. Den Transfer zwischen der Theorie und Praxis empfand ich als sehr angenehm, da man sich nach der Theoriephase an der Universität ein Bild davon machen konnte, wie die erlernten Inhalte in der Berufswelt angewendet werden. Ich denke der grösste Vorteil eines dualen Studiums besteht darin mehr Berufserfahrung sammeln zu können. Ein weiterer besteht natürlich darin, dass wir durchgehend, also auch während der Theoriephase, bezahlt werden. 

Das duale Studium hat allerdings nicht nur Vorteile. Beispielsweise müssen wir auf die heiss begehrten Semesterferien verzichten und haben lediglich während der Praxisphase im Unternehmen die Möglichkeit Urlaub zu nehmen. Ausserdem haben wir auf Grund der Tatsache, dass wir die Studieninhalte im Wesentlichen innerhalb von 1.5 Jahren lernen müssen und die Regelstudienzeit auch nicht überschreiten können mehr Wochenstunden Vorlesung, als an einer "normalen" Uni. Lange Tage an der Uni sind somit vorprogrammiert…

Ein paar Tage an der schweizerischen Riviera

Um nach dem Arbeiten oder nach der Uni meinen Kopf zu lüften und wieder leistungsfähig zu werden gehe ich sehr gerne ins Fitnessstudio oder segeln in meiner Heimat am Bodensee – wobei das Segeln aufgrund der räumlichen Distanz häufig zu kurz kommt. In meinen Ferien reise ich sehr gerne an die verschiedensten Orte der Welt, um neue Länder und Kulturen kennenzulernen.

Unteranderem die spannendsten Länder waren für mich bis jetzt definitiv Kuba und Thailand. Da dieses Jahr die Reisesituation allerdings etwas angespannt ist werde ich höchstwahrscheinlich ein paar Tage an der schweizerischen Riviera – im Tessin – verbringen, um den Stress der mündlichen Bachelorprüfungen für einen kurzen Moment zu vergessen. 

Würde ich mich nochmals für ein duales Studium entscheiden?

Auf jeden Fall. Meiner Meinung nach überwiegen die Vorteile dieses Studienmodells, da man wie erwähnt bereits während dem Studium sehr ausführliche Einblicke in das Berufsleben erhält. Doch würde ich mich auch wieder für Coop als Partnerunternehmen des Studiums entscheiden? Definitiv. Ich habe während der drei Jahre sehr viele unterschiedliche Bereiche des Unternehmens kennenlernen dürfen und wurde stets gut in die Teams integriert, gefördert und gefordert.

Wie geht es nach dem Studium weiter?

Da das Bachelor Studium Ende September für mich endet, stellt sich natürlich die Frage, wie es danach weitergeht. Im vorherigen Abschnitt habe ich bereits erwähnt, dass ich in der HR Fachstelle die Möglichkeit gehabt habe, den technischen Hintergrund der HR-Systeme kennenzulernen. Glücklicherweise hat sich bei Coop eine interne Möglichkeit gefunden, um tiefer in die technische Welt der HR-Systeme einzusteigen. Ab Anfang Oktober werde ich in der Informatik dem Team HR/Workflow beitreten und für die Betreuung von HR Systemen, wie beispielsweise SAP SuccessFactors zuständig sein. Ich freue mich bereits jetzt sehr auf die neue Herausforderung und bei Coop meine Karriere starten zu dürfen.