Während seines Traineeprogramms Netzwerk- und Logistiksteuerung bei Coop sammelte Michael vielseitige praktische Erfahrungen, lernte verschiedene Abteilungen kennen und stellte sich neuen Herausforderungen – von Einsätzen im Verteilzentrum bis hin zu spannenden Projekten im Bereich Transport und Logistik. Im folgenden Blogbeitrag berichtet er aus erster Hand, wie ihn das Programm persönlich und beruflich geprägt hat.
Aufgrund meines Studiengangs, Bachelor of Sciene in Business Administration mit Vertiefung Value Network Management, entwickelte ich ein starkes Interesse für Logistik und Produktion. Als ich Anfang 2023 auf Stellensuche war, war es mir wichtig, nicht nur am Schreibtisch zu arbeiten, sondern aktiv in betriebsnahe Aufgaben eingebunden zu sein.
Bei meiner Suche bin ich auf das Traineeprogramm Netzwerk- und Logistiksteuerung bei Coop gestossen. Die Jobbeschreibung hat mich besonders angesprochen, da sie einen vielseitigen und zukunftsorientierten Aufgabenbereich umfasst und die Möglichkeit bietet, in verschiedenen Abteilungen tätig zu sein. Das Stellenprofil versprach nicht nur anspruchsvolle Logistikprojekte bei Coop, sondern auch praktische Einsätze in den Verteilzentren, um die Abläufe vor Ort kennenzulernen. Diese Vielseitigkeit hat mich überzeugt und motiviert, mich für das Traineeprogramm zu bewerben. Ich erwartete ein abwechslungsreiches Jahr mit verschiedenen Herausforderungen in diversen Bereichen – für mich das ideale Gesamtpaket und die perfekte Stelle nach dem Studium.
Den Start ins Traineeprogramm verbrachte ich im Verteilzentrum in Schafisheim. Für einmal tauschte ich Laptop, Bildschirm und Hemd gegen Stapler, Teppichmesser und Arbeitshosen. Drei Monate lang war ich mitten im logistischen Alltag, durchlief sämtliche Abteilungen und konnte aktiv an verschiedenen Prozessen mitarbeiten. Die Praxiseinblicke ermöglichten mir ein breites Verständnis für Schnittstellen, Taktung und typische Herausforderungen – eine solide Basis, mit der ich Projekte heute vernetzt angehe.
Anschliessend wechselte ich im Rahmen meines Traineeprogramms zu railCare. Zu Beginn lernte ich die verschiedenen Abteilungen kennen und erhielt Einblicke in die Disposition sowie in den Betrieb eines Hubs – inklusive der täglichen Priorisierungen und Engpässe. Aus dem Trainee wurde mehr: Bei railCare übernahm ich die Leitung der Disposition Schiene+Strasse Services. In dieser Rolle verantwortete ich unter anderem die Palettenverwaltung sowie die Fahrplanbestellung unserer Züge. Nach meiner Zeit bei railCare übernahm ich die Leitung der Yard- und Hubplanung. Heute bin ich zuständig für die Strategie unserer Rangiermanöver sowie für die Planung der Abläufe auf unseren Hubs.
Für mich waren die Vor-Ort-Besuche an den verschiedenen Logistikstandorten besonders wertvoll. Prozesse direkt in der Kommissionierung, an der Rampe oder in der Disposition zu erleben, hat mir sehr geholfen und war spannend. Der Austausch mit den Mitarbeitenden in den Abteilungen war ein echtes Highlight. Ihre Bedürfnisse kennenzulernen und die Herausforderungen des Arbeitsalltags aus erster Hand zu sehen, war für mich sehr wichtig. In den Gesprächen merkt man schnell, wo es wirklich klemmt und welche kleinen Anpassungen einen grossen Unterschied machen. Diese Einblicke helfen mir bis heute, Projekte praxistauglich aufzusetzen und Entscheidungen näher am Betrieb zu treffen.
Das Programm hat mich fachlich und persönlich weitergebracht. Neben dem Prozesswissen war der Einsatz im Betrieb ein echter Realitätscheck: Ich konnte prüfen, ob Logistik wirklich zu mir passt und ob ich mir meine Zukunft in diesem Bereich vorstellen kann – beides trifft zu. Gleichzeitig hat es mir geholfen, meine nächsten Schritte zu klären: Welche Aufgaben mir liegen, wo ich Verantwortung übernehmen will und welche Skills ich weiter vertiefen möchte. Der Austausch mit den Teams und die Einblicke in den Alltag haben mir ein gutes Gefühl dafür gegeben, wo ich Wirkung entfalten kann. Ausserdem hat mich das Programm konkret auf die Zeit nach dem Trainee vorbereitet – ich habe ein Netzwerk aufgebaut, kenne die Schnittstellen und weiss, wie ich mich in der nächsten Rolle schnell einbringen kann.
Mein Highlight war sicherlich die Zeit bei railCare. Nach vier Monaten kam ich zu railCare und durfte am Hauptsitz in die Welt eines Eisenbahnverkehrsunternehmens eintauchen. Dank meiner Funktion als Trainee konnte ich die verschiedenen Abteilungen kennenlernen und anschliessend am Hauptsitz bei vielen Projekten aktiv mitwirken. Die Dynamik des Unternehmens hat mich richtig gepackt, weshalb es mich umso mehr freut, dass ich nach Abschluss meines Traineeprogramms heute noch eng in Prozesse der railCare eingebunden bin.
Eine persönliche Herausforderung war das Zurechtkommen mit dem Schichtbetrieb und dem körperlichen Einsatz während meiner Stage in Schafisheim. Durch die verschiedenen Einsätze im Verteilzentrum absolvierte ich Tag-, Spät- und Nachtschichten, was für mich eine Umstellung bedeutete, da ich bisher nur reguläre Büroarbeitszeiten kannte. Diese Erfahrungen haben meinen Respekt für die Mitarbeitenden in den Logistikbetrieben nochmals deutlich gesteigert – für ihre tägliche Arbeit zugunsten der gesamten Coop-Gruppe.
Fachlich hat mir die Praxis geholfen, Theorie gezielt im Alltag anzuwenden. Ich habe meinen ganzheitlichen Blick geschärft, Schnittstellen besser verstanden und erlebt, wie sich Abhängigkeiten konkret auswirken. Dabei habe ich gelernt, sauber zu priorisieren, klar zu kommunizieren und pragmatisch zu entscheiden – Fähigkeiten, die sich in Projekten direkt bemerkbar machen. Ich bin überzeugt, dass mir diese Erfahrungen helfen, zukünftige Aufgaben mit Weitblick anzugehen und die relevanten Schnittstellen mitzudenken. So entstehen Lösungen, die im Betrieb funktionieren und Wirkung zeigen.